Dauerstress: Warum dein Körper nicht abschalten kann & wie du ihn regulierst

Wenn selbst Ruhe dich nervös macht…

und Erholung sich nicht mehr erholsam anfühlt, lebt dein Körper wahrscheinlich längst im Dauerstress.

In diesem Beitrag nehme ich dich mit hinter die Kulissen deines Nervensystems und zeige dir auf, warum „einfach entspannen“ oft nicht funktioniert – und was stattdessen helfen kann.

Wie Dauerstress entstehen kann

Nach außen souverän und stark. Die, auf die man sich immer verlassen kann.

Und innerlich?

Erschöpft, angespannt und deutlich am Limit.

Ich habe lange nicht gemerkt, dass ich über meine Grenzen lebe.

Gedanken wie:

  • Ich kann jetzt nicht Nein sagen.

  • So ist das eben, wenn man viel Verantwortung hat. Das gehört dazu.

  • Anders geht es nicht. Wer soll’s denn machen?

waren normal für mich.

Es waren eigentlich keine bewussten Gedanken. Eher eine innere Haltung, fast schon eine Identität die ich mir über Jahre angelegt habe.

Was mich daran gehindert hat anders zu handeln?

Die unlogische Angst, dass irgendwas zusammen bricht, wenn ich anders handle.

Ironischerweise dachte ich dabei nicht an mich.

Also habe ich so wie immer weitergemacht: im Job noch mehr Aufgaben übernommen, meine freien Tage für Krankheitsvertretungen geopfert, meine Eltern zu Terminen gefahren, noch nebenbei Weiterbildungen absolviert, und und und …

Und irgendwann fühlte sich mein Leben wie eine Sackgasse an.

Ich konnte mich nicht mehr richtig freuen. Ich hatte diffuse körperliche Beschwerden. Und ich hielt Ruhe kaum noch aus.

Das war der Moment an dem ich gemerkt habe, da stimmt was nicht und so geht’s definitiv nicht weiter.

Ich erkannte, dass ich im Dauerstress steckte - wie ein Hamster im Hamsterrad.

Es war ein schleichender Prozess der sich u.a. so manifestiert hat:

  • Morgens schon mit dem Gefühl aufwachen: Der Tag reicht niemals um alles zu schaffen.

  • Ständig dieses innere Treiben „Ich sollte noch …“.

  • Der Drang zu Multitasking, weil die Zeit sonst nicht reicht.

  • Abends komplett erschöpft – aber nicht fähig abzuschalten.

  • Ablenkung durch Reels und Netflix statt echte Erholung.

  • Rasende Gedanken die mich nachts vom Schlaf abgehalten haben

  • Gereiztheit: auf dem Weg zur Arbeit schon ausgerastet, wenn jemand vor mir zu langsam gefahren ist

  • Und das Gefühl, Ruhe und Stille nicht auszuhalten, sondern als stressig zu empfinden.

Stress war kein Ausnahmezustand mehr, sondern Stück für Stück zu meinem Normal geworden.

Und vielleicht kennst auch du genau das.

Was ist Dauerstress und was passiert dabei in deinem Körper?

Wenn du über längere Zeit sehr viel Verantwortung trägst, hohen Druck spürst, ständig erreichbar bist oder innerlich das Gefühl hast, nicht loslassen zu dürfen, dann schaltet dein Nervensystem in einen Alarmmodus.

Und der springende Punkt: Nicht für einen Tag oder eine Woche, sondern dauerhaft.

Evolutionstechnisch gesehen sind wir für den Ruhemodus gemacht – und nicht dafür, um dauerhaft gestresst zu sein.

Dein Körper unterscheidet nicht zwischen:

  • einem echten Notfall

  • einer Deadline

  • (d)einer Erwartung

Und wenn „alles schaffen müssen“ zu deiner inneren Wahrheit geworden ist, dann lebt dein Körper im Dauerstress Modus.

Heute sind gefährliche Tiere (normalerweise) nicht für unseren Stress veranwortlich, sondern eher:

  • Verantwortung und Druck im Job

  • Hohe eigene Ansprüche

  • Ständige Erreichbarkeit

  • Termine ohne Pausen

  • Permanente Reizüberflutung

Somit sind wir häufig gleich auf mehreren Ebenen überfordert: mental, körperlich und seelisch (keine Zeit und Muse Dinge zu tun die deine Seele nähren).

Deshalb ist es auch so wichtig einen ganzheitliche Lösungsansatz zu entwickeln um sich langfristig wieder gut und in Balance zu fühlen.

Darüber hinaus kann Dauerstress ungesunde Gewohnheiten fördern.

Der Griff zum abendlichen Glas Wein um runterzukommen oder zu Trost-Essen (emotionales Essen) ist in angespannten Phasen schneller.

Warum der Körper nicht abschalten kann: Die Rolle des Nervensystems

Wenn dein Körper dauerhaft Gefahr wahrnimmt, steigt der Cortisolspiegel. Das ist per se nichts Schlechtes und eine normale Reaktion auf Stressoren.

Das Hormon hilft, leistungsfähig zu sein, wach zu bleiben und Entscheidungen zu treffen.

Problematisch wird es nur, wenn der Cortisolspiegel dauerhaft erhöht ist.

Dann kann folgendes passieren:

  • Schlaf wird oberflächlicher.

  • Die Verdauung wird träge oder empfindlicher.

  • Entzündungsprozesse nehmen zu.

  • Gewichtszunahme: der Körper speichert Energie eher als Fett.

  • Das Immunsystem wird anfälliger.

Und das fiese: Erholung fühlt sich nicht mehr erholsam an, oft sogar falsch.

Anzeichen und Symptome von Dauerstress

Wie erkennst du ob du chronisch gestresst bist?

Diese körperlichen und psychischen Symptome können ein Hinweis darauf sein, dass du über längere Zeit unter Dauerstress stehst:

  • Kopfschmerzen

  • Schlafprobleme oder nächtliches Gedankenkreisen

  • Schulter-Nacken-Verspannungen

  • Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Magenschmerzen, Verstopfung und Völlegefühl

  • Gereiztheit / Stimmungsschwankungen

  • Konzentrationsprobleme

  • Innere Unruhe trotz Müdigkeit

  • Gefühl von innerer Leere (auch bei Dingen die früher Freude bereitet haben)

  • Heißhunger auf einfache Kohlenhydrate wie Süßigkeiten, Gebäck, Nudeln

  • extreme Wachsamkeit (Bedrohungen werden stärker wahrgenommen, auch solche die keine sind).

Und ja – leider manchmal auch Gewichtszunahme, weil Stoffwechsel und Hormonlage sich verschieben.

Wenn du noch mehr darüber erfahren möchtest welche Auswirkungen Stress auf dein Hormonsystem und Nervensystem haben kann, lies gerne in diesem Beitrag nach!

Warum gerade verantwortungsvolle Frauen oft dauerhaft im Stressmodus sind

Verantwortungsvolle Frauen sehen, was getan werden muss. Sie denken mit, übernehmen wie von selbst Aufgaben, sind für andere eine Stütze und haben einen hohen Anspruch an sich selbst.

Das Problem dabei:

Sie merken häufig erst spät, dass sie zu oft Nein zu sich selbst gesagt haben.

Ich übrigens auch. Ich habe meinen Stress zeitweise mit Essen „reguliert“.

Ja, auch als ausgebildeter Ernährungscoach war ich vor emotionalem Essen nicht sicher. Ich wusste es eigentlich besser, aber konnte mich nicht stoppen.

Da habe ich erkannt, wie schwer es ist aus diesem Teufelskreis selber rauszukommen.

Ein häufiger Denkfehler von uns Frauen

„Ich entspanne mich, wenn alles erledigt ist.“

Plot-Twist: Es wird nie alles erledigt sein.

Wenn du wartest, bis deine Ruhe „verdient“ ist oder du Urlaub hast, dann wartest du zu lange.

Warum „einfach entspannen“ nicht funktioniert

Ich dachte früher, Stressabbau heißt nichts tun. Heute weiß ich es geht um etwas ganz anderes.

Gerade weil man unter Strom steht ist es sehr schwierig von jetzt auf gleich abzuschalten, in Ruhe und Stille zu sitzen und beispielsweise zu meditieren.

Früher habe ich das immer wieder versucht und mich gefragt warum es bei anderen funktioniert – nur nicht bei mir.

Heute weiß ich:

Abschalten passiert leichter über den Körper als den Geist. Über Bewegung und kleine Signale von Sicherheit.

Soforthilfe bei Dauerstress: 6 Kleine Regulationssignale

Zum Beispiel in Form von:

  • bewusst langsamer ausatmen als einatmen

  • 5 Minuten Bewegung zwischen Terminen oder

  • 3 Minuten Bewegung nach jeder Stunde sitzen

  • Schultern kreisen

  • mit den Händen etwas tun (kneten, kleinen Ball von einer in die andere Hand werfen, kritzeln)

  • feste Pausen ohne Input (kein Smartphone)

Das sind keine aufwendigen Aktionen, aber dafür wirksam.

Gerade wenn man gestresst ist, neigt man aber dazu, genau solche Dinge nicht zu tun.

Deshalb braucht es ein System das ganzheitlich ist und mehrere Lebensbereiche aufgreift: Ernährung, Mindset, Lifestyle

Etwas, das dich regelmäßig aus dem Alarmzustand in den Ruhe-Modus bringt – bevor dein Akku komplett leer ist.

Und genau da setzt mein Coaching an.

Wann du dir Unterstützung gegen Dauerstress holen solltest

Wenn du merkst, dass:

  • deine Symptome zunehmen

  • dein Schlaf dauerhaft leidet

  • du schneller emotional reagierst

  • du dich innerlich leer fühlst

Ich habe selbst erlebt, wie subtil dieser Teufelskreis beginnt – und wie schwer er allein zu durchbrechen ist.

Was ich damals gebraucht hätte:

Jemand der mich versteht und mir zuhört. Jemand der mir mit einer Strategie hilft und mein Leben nicht komplett umkrempeln will.


In meinem Coaching schauen wir:

  • Wo stehst du gerade?

  • Was hält deine innere Alarmbereitschaft aufrecht?

  • Welche kleinen Schritte bringen dich zurück in die Stabilität?

Mein Ziel im Coaching ist, dass du dich wieder kraftvoll fühlst.

Dass dein Alltag dich nicht mehr auslaugt und du wieder Freude an dem Leben empfindest, das du dir aufgebaut hast.

Wenn du spürst, dass es Zeit ist, diesen Dauerstress-Kreislauf zu unterbrechen, dann begleite ich dich gern dabei.

Wenn sich das für dich gut anhört, dann findest du

hier mehr Infos über mein 1:1 Coaching.

Du hast Fragen? Schreib mir gerne eine DM bei Instagram oder melde dich per Mail.

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Energievolle Grüße,

Betty

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