Was dein Nervensystem im Sommer wirklich braucht
Wie du dein Nervensystem im Sommer stärkst
Ganz ohne Druck, mit 4 einfachen Wegen die deinen Sommer leichter machen.
Der Sommer hat seine ganz eigene Magie.
Er transportiert Leichtigkeit und Lebendigkeit. Aber die erkennen wir nur, wenn wir auch mal Pause machen und uns diese kleinen Momente nicht durch Produktivitätsdrang vergönnen.
In einer Welt, in der jede Minute zählt, fühlt es sich manchmal mutig an, ein paar Minuten einfach nichts zu tun.
Genau das fällt aber schwer, wenn du gerade in einer stressigen und hektischen Phase bist.
Dein Nervensystem kennt schließlich keine Sommerpause, nur weil draußen gerade die Sonne scheint.
Dieser Guide soll dir Ideen geben, was du diesen Sommer für dein Nervensystem tun kannst und gleichzeitig den Sommer bewusst erleben kannst.
Du wirst möglicherweise überrascht sein, wie simpel manche Ideen wirken. Genau das ist das Schöne daran: Unser Nervensystem kann auf ganz vielfältige Art und Weise unterstützt werden.
1) Im Rhythmus mit der Sonne
Wusstest du, wie stark dein körperliches und seelisches Wohlbefinden von deinem zirkadianen Rhythmus, deiner inneren Uhr, abhängt?
Ich gestehe, dass mich das überrascht hat, als ich zum ersten Mal davon gelesen habe. Dabei liegt es eigentlich auf der Hand: Auch wenn wir längst nicht mehr so im Einklang mit den Jahreszeiten leben wie frühere Generationen, sind wir immer noch ein Teil der Natur.
Im Sommer lässt sich der zirkadiane Rhythmus besonders leicht unterstützen.
Ein paar Ideen, wie das ganz nebenbei gelingen kann:
Morgenlicht statt Handy
Lass am Morgen die Sonnenstrahlen in den Raum und betrachte für einen Moment, was sich vor dem Fenster abspielt, statt gleich zum Handy zu greifen.
Abende draußen statt Bildschirm
Verbringe laue Abende draußen, statt drinnen vorm Bildschirm zu sitzen. Gerade das Blaulicht am Abend ist so ein kleiner, unterschätzter Stressor fürs Nervensystem, den wir uns im Sommer leicht abgewöhnen können. Einfach weil es dann draußen viel schöner ist als drinnen.
*Blaulicht bremst dein Melatonin aus, und das hält dein Nervensystem länger in Habachtstellung, statt es abends runterfahren zu lassen
Hitze als Einladung, langsamer zu machen
An Tagen, an denen die Temperaturen über 30 Grad steigen, kommen wir eher ins Schwitzen (und das kann natürlich auch unangenehm sein). Aber ein positiver Blickwinkel auf die Hitze ist, dass sie uns dazu einlädt, Dinge langsamer anzugehen. Und wann erlaubst du dir das sonst?
Abendspaziergänge
Und dann sind da die Abendspaziergänge. Selbst wenn du eigentlich kein Spaziergänger-Typ bist, gibt es im Sommer kaum etwas Schöneres, als abends noch eine Runde zu drehen und die frische Sommerluft einzuatmen.
Ganz nebenbei passiert dabei so viel: ein natürlicher Digital Detox, Bewegung, die letzten Sonnenstrahlen im Gesicht, eine leichte Brise auf der Haut.
So wie ein Abendspaziergang deinem Rhythmus guttut, kannst du auch über das, was du isst und trinkst, ganz konkret etwas für dein Nervensystem tun.
2) Nervennahrung für den Sommer
Kennst du das Gefühl, an heißen Tagen innerlich unruhiger zu sein, ohne genau zu wissen warum?
Ein Grund dafür kann etwas sein, das wir kaum mit unserem Nervensystem in Verbindung bringen: wie viel wir trinken.
Gerade im Sommer, wenn wir durch Hitze und Schwitzen mehr Flüssigkeit und Elektrolyte verlieren, wird das leicht selbst zu einem kleinen Stressor für den Körper, ohne dass wir es merken. Genug zu trinken ist deshalb besonders wichtig.
Meine Nervensystem-Limo
Gekühltes Kokoswasser, ein paar Minzblätter, Eiswürfel und ein paar Scheiben Ingwer. Wenn es süßer sein soll, kommt der Saft einer Orange oder etwas Honig dazu. Nebenbei liefert der Drink eine gute Portion Elektrolyte, die dein Nervensystem zu schätzen weiß.
Iss die Farben des Sommers
Das Schöne am Sommer ist, dass er seine eigene Fülle mitbringt: Eat the rainbow lässt sich in dieser Jahreszeit besonders leicht umsetzen. Klar, heute bekommst du fast das ganze Jahr über Melone und ähnliche Sommerfrüchte im Supermarkt. Aber an einem heißen Sommertag gekühlte Melone zu essen, fühlt sich einfach anders an als im November.
Bei mir markiert der Zucchiniüberfluss aus dem Garten meiner Schwiegermutter jedes Jahr aufs Neue den Sommer, Zucchini gibt es dann in jeder erdenklichen Variation zu essen.
Auch solche kleinen, wiederkehrenden Dinge gehören für mich zum Sommer dazu.
Ein paar weitere Favoriten aus meiner Sommerküche:
Wassermelone – viel Wasser, dazu Kalium
Aprikosen – reich an Beta-Carotin und Kalium
Heidelbeeren – enthalten antioxidative Anthocyane, die Zellen vor oxidativem Stress schützen
Gurke – besteht zu rund 95 % aus Wasser und unterstützt die Flüssigkeitszufuhr
Tomaten – liefern Kalium für die normale Funktion von Muskeln und Nervensystem
Paprika – besonders reich an Vitamin C, das das Immunsystem unterstützt und die Zellen vor oxidativem Stress schützt
Neben dem, was auf deinem Teller landet, spielt aber noch etwas anderes eine große Rolle: die Haltung, mit der du durch diesen Sommer gehst
3) Sommer-Mindset: Mehr Sommer, weniger Druck
Ich sage das jetzt, weil es mich selbst manchmal stresst: Du musst nicht jeden Moment füllen, damit sich dein Sommer richtig oder gelungen anfühlt.
Weniger tun, mehr erleben – zu deinen Bedingungen
Du musst nicht zu jeder Grilleinladung "Ja" sagen. Lass bewusst Raum für langsame Vormittage, entspannte Nachmittage und faule Abende. Gib den Tagen die Möglichkeit, sich einfach so zu entwickeln, wie es gerade passt. Diese Auszeiten, in denen du dich auch mal vom Tag treiben lassen darfst, sind Gold für dein Nervensystem.
Sommer-Routinen, die bleiben
Und gerade weil ich es schön finde, nicht jeden Tag zu verplanen, behalte ich manche Routinen bei, weil sie mir guttun. Für mich ist das eine feste Morgenroutine, die keine 10 Minuten braucht: ein Glas Zitronenwasser vor dem Frühstück, eine kurze Atemübung und ein paar Dehnübungen. Was für Routinen tun dir gut?
Mach langsam3
Der Sommer ist voller kleiner Schönheiten, die nur darauf warten, bemerkt zu werden, wenn wir uns die Zeit dafür nehmen. Wie zum Beispiel der Duft von Sonnencreme auf der Haut oder frisch gemähtem Gras. Das Vogelgezwitscher am frühen Morgen. Die Wärme der Abendsonne auf der Haut.
Für dein Nervensystem sind das keine Nebensächlichkeiten, sondern kleine Momente der Erholung.
Was für dein Nervensystem gut ist, zeigt sich nicht nur in Routinen und Ernährung, sondern genauso in den Momenten, die dir Freude machen. Auch sie sind ein Teil des großen Ganzen.
4) Kleine Freuden, große Wirkung
Unterschätze niemals die kleinen Dinge, die dir Spaß machen. Sie laden deinen Akku und haben einen positiven Einfluss auf dein Nervensystem.
Eine kleine Inspirations-Liste an Sommeraktivitäten, die mir Freude bereiten:
Ins Kino gehen (als Millennial kenne ich noch die Zeit der großen Sommerblockbuster, das hat für mich etwas Nostalgisches.)
Den Vormittag in einem Café verbringen
Einen Roman draußen lesen, im Garten, auf dem Balkon oder einer Parkbank
Einen Spaziergang nach dem Frühstück machen
Schmetterlinge beobachten
Blumen pflücken, wild am Wegrand oder aus dem eigenen Garten
Ein Picknick machen, mit einfachem Essen an einem ruhigen Fleck draußen
Bewusst Eis essen, nicht nebenbei, sondern als kleine Freude für sich
Einen Ort in der eigenen Stadt entdecken, an dem du noch nie warst
Wie ich diese kleinen Freuden in meinen Alltag einbaue teile ich regelmäßig in meinem Newsletter "A Story of Wellness". Wenn du magst, begleite mich dort durch den Sommer und lass dich für ein Leben in deinem eigenen Rhythmus inspirieren. Melde dich hier an: Anmeldung Newsletter
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Betty
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